Ein sehr altes Spiel
- Muldenspiele wie Kalaha gehören zu den ältesten Brettspielen der Welt. Die ganze Spielfamilie heißt „Mancala“, vom arabischen Wort für „bewegen“.
- Gespielt wurde sie in Afrika und Vorderasien schon vor vielen Jahrhunderten, vermutlich noch deutlich länger. Wie alt die ältesten Funde genau sind, wissen auch die Forscher nicht sicher.
- Man brauchte fast nichts dafür: Mulden im Sand oder in einen Stein geritzt, dazu Samen, Kiesel oder Muscheln als Steine. So konnte man fast überall spielen.
- Es gibt mehr als 800 Varianten mit eigenem Namen, zum Beispiel Oware in Westafrika und Bao in Ostafrika.
- Die Version mit sechs Mulden und zwei Speichern brachte der Amerikaner William Champion 1940 als „Kalah“ heraus. Den Namen soll er von der Kalahari-Wüste abgeleitet haben, wo man Mulden in den Sand scharrt. Heute spielt man meist mit vier Steinen pro Mulde. Bei uns heißt das Spiel Kalaha.
- Das Prinzip ist bis heute gleich: Steine zählen, vorausdenken und im richtigen Moment einen Extrazug herausholen.
Quellen: Wikipedia: William Julius Champion Jr., TIME-Archiv (Artikel über Kalah), Mancala-Wiki: Kalah. Zu Namensherkunft und Verbreitung: Hidden History: Mancala (Blogbeitrag, 2020). Das Alter der ältesten Funde ist unter Forschern umstritten.